Sarego-Gründer Max Sayn-Wittgenstein im Interview

Crowdinvesting im Immobiliensektor ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Privatanleger nehmen von der Möglichkeit Gebrauch, ihr Geld über Crowdinvesting-Plattformen wie Sarego anzulegen. Im aktuellen Interview stellt Sarego-Gründer Max Sayn-Wittgenstein das Unternehmen, die Vision und die Anlagephilosophie vor. Darüber hinaus gibt er Tipps für Investoren, die zum ersten Mal Crowdinvesting als Anlageform nutzen und erläutert wichtige Faktoren innerhalb des Immobilieninvestments.  

 

Wie entstand die Idee Sarego zu gründen?

Bevor ich beschloss Sarego zu gründen, habe ich den sehr jungen Crowdinvesting-Markt intensiv und vor allem interessiert beobachtet. Als Vermögensverwalter stand ich vor der Herausforderung für meine Kunden in der momentanen Niedrigzinsphase durch klassische Anlageformen hohe Rendite zu erzielen. Als ich feststellte, dass Crowdinvesting für Immobilien funktioniert und auch der Gesetzgeber den Markt toleriert, stand für mich fest, aktiv zu werden.

Im ersten Schritt habe ich nach einem erfolgreichen und zukunftsorientierten Partner aus der Immobilienentwicklung gesucht. Prinzipiell können auf Sarego unterschiedliche Projektentwicklungsunternehmen nach sorgfältiger Analyse ihre Projekte zur Finanzierung anbieten. Doch mir war es wichtig ab Tag 1 renditestarke Immobilienprojekte auf Sarego anbieten zu können. Mit der Vermehrt Gruppe habe ich den idealen Partner gefunden. Die Vermehrt GmbH hat bereits mehrere hundert Millionen Euro Projektentwicklungsvolumen ohne Ausfall entwickelt. Dazu bringe ich über zehn Jahre Erfahrung im Bereich Anleihe-Emissionen für Großkonzerne und Immobilien mit. Wir haben uns quasi gesucht und gefunden.

 

Was ist Ihre Vision für Sarego in den nächsten Jahren?

Wir wollen mit Sarego die Crowdinvesting-Plattform für nachhaltige, renditestarke Immobilien werden. Unsere Privatinvestoren können sich ein starkes, diversifiziertes Portfolio zusammenstellen und erfreuen sich an hohen Renditen. Die Projektentwickler finden in Sarego einen Finanzierungspartner, durch den sich die Projekte schneller und unkomplizierter entwickeln lassen.

Um das zu erreichen, lernen wir derzeit die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser kennen. Wir versuchen nachzuvollziehen, welche Informationen bei der Anlageentscheidung für unsere Privatinvestoren besonders relevant sind. Und in welcher Form, diese aufbereitet werden müssen, um nützlich zu sein. In unserem Blog und Fachartikeln versuchen wir unseren Kunden so viel Wissen und Analyse-Hilfen zur Verfügung zu stellen wie möglich. Transparenz ist uns sehr wichtig und einer der Kernwerte von Sarego. Nur so wird sich der Kunde bei uns wohl fühlen und Vertrauen in seine Investition fassen. Ein weiteres Ziel ist es, in Zukunft auch größere Projekte über unsere Plattform bedienen zu können.

 

Woher kommt der Name Sarego?

Sarego ist ein kleines Dorf in Italien. Mein Geschäftspartner und ich sprachen gerade über die zu der Zeit noch unbenannte Plattform als er in Italien an Sarego vorbeifuhr. Ein Tag zuvor hatte er in Santa Sofia die Villa Sarego, ein Gebäude des venezianischen Architekts Andrea Palladio, besichtigt. Beeindruckt von der Architektur und dem Zufall, dass wir dem Namen nun schon zum zweiten Mal begegneten, entschieden wir uns dafür, die Plattform Sarego zu nennen.

 

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Es gibt bereits ähnliche Plattformen, was unterscheidet Sarego?

Wie bereits erwähnt sind wir kein First Mover. Im Gegenteil. Wir haben die anderen Plattformen zunächst analysiert, um festzustellen, was diese gut und was diese schlecht machen. Die Erkenntnisse hieraus lassen wir in unsere Crowdinvesting-Plattform einfließen.

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal von Sarego ist, dass wir keine Anfänger sind, sondern sehr erfahrene Marktteilnehmer. Als Vermögensverwalter verfüge ich über signifikante Erfahrung im Kapitalmarkt und im Immobiliengeschäft. Außerdem bin ich als Investor tätig und habe mit meinem Privatvermögen in große Immobilienprojektentwicklungen investiert. Daher weiß ich, welche Informationen ich benötige, um eine hoffentlich gute Entscheidung treffen zu können. Es gibt immer die Unbekannte, aber die sollte möglichst klein gehalten werden. Deswegen liegt unser Fokus auf Transparenz und der Fortbildung unserer Investoren. Zusätzlich hilft uns unser besonders guter Marktzugang. Wir haben viele ausgewählte Projekte, die wir unseren Investoren über Sarego anbieten können.

 

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Welchen Tipp haben Sie für Investoren, die noch keine Erfahrung mit Crowdinvesting haben?

Tipp 1: Sich selbst Wissen aneignen. Die Assetklasse Immobilien ist ziemlich groß. Es gibt Projekte mit unterschiedlichem Risiko und unterschiedlichen Renditen. Ähnliches trifft auch auf die Investoren zu – einige sind risikoaverser als andere. Wenn ich jemanden privat treffe, kann ich der Person in kurzer Zeit bei einem Bier einen guten Überblick über den Markt, dessen Funktionsweise und der Immobilie an sich geben. Da ich so ein Gespräch nicht mit jedem Investor führen kann, verweise ich auf den Crowdinvesting-Vergleich – dort sind alle zu beachtenden Merkmale in Checklisten zusammengestellt. Diese sollten tunlichst beachtet werden, wenn man ein Immobilienprojekt bewertet. Natürlich gibt es auch dann noch kein 0%iges Risiko, aber die Chancen, dass man ein Projekt richtig einschätzt, sind definitiv besser.

Tipp 2: Ausprobieren. Der Vorteil am Crowdinvesting ist die niedrige Einstiegshürde. Bereits mit 100 Euro können sich Investoren an einem Immobilienprojekt beteiligen. Hat man sich also erst mal Wissen angeeignet, macht man nicht viel falsch, wenn man es einfach mal ausprobiert.

 

 

 

Wie sieht eine vernünftige Diversifikation im Hinblick auf Immobilien aus?

Die Diversifikation sollte so groß sein, wie es das Vermögen erlaubt und der administrative Aufwand rechtfertigt. Sie können in jedes im Markt verfügbare Projekt investieren und sind maximal diversifiziert, aber gleichzeitig haben sie dann auch das Problem, dass Sie sich mit all diesen Projekten auseinandersetzen müssen. Als Fondsmanager habe ich mich stets auf ein paar Titel zu konzentriert und diese dafür möglichst gut gekannt. Eine Antwort, die für alle Investoren gilt, gibt es leider nicht. 

 

Welche Kriterien sind ausschlaggebend für die Auswahl eines Projektes?

Damit wir unseren Investoren ein Projekt auf Sarego anbieten, müssen die drei folgenden Kriterien erfüllt sein:

1) Das Projekt ist möglichst weit in der Wertschöpfungskette fortgeschritten. Die Bankfinanzierung und die Baugenehmigung sollten mindestens schon vorliegen. Denn hierbei handelt es sich um besonders kritische Faktoren. Nur in Ausnahmefällen weichen wir hiervon ab.

2) Die avisierten Verkaufspreise sind realistisch.

3) Der Projektentwickler kann signifikante Erfahrung vorweisen und hat ein leistungsfähiges Team.

Auch wenn wir dem Investor die Prüfung einer Investition nicht abnehmen dürfen, sind das die Faktoren, die für uns in der Vorauswahl ausschlaggebend sind.

 

Was macht Ihr aktuelles Projekt Schopenhauerstraße 61-63 in Wien zu einem geeigneten Immobilien-Crowdinvesting-Projekt?

Bei unserem aktuellen Projekt sind eine Reihe von Faktoren sehr günstig:

  • Das Projekt ist in der Wertschöpfungskette besonders weit fortgeschritten.
  • Der Bau hat bereits begonnen und nähert sich bereits der Fertigstellung.
  • Die Immobilie wurde besonders günstig erworben.
  • Die Bank hat auf die übliche Vorverkaufsquote verzichtet, weil der Wert der Immobilie schon so hoch ist, dass die Bank ohne Vorverkaufsquote ausreichend Sicherheiten hat.
  • Der ursprünglich avisierte Verkaufspreis pro Quadratmeter im Regelgeschoss liegt bei 4.500 EUR und im Dachgeschoss bei 6.500 EUR. Mittlerweile ist aber der schon durchschnittliche Verkaufspreis in der Region auf 5.800 EUR angestiegen – und dieser bezieht sich auf nicht frisch sanierte Gebäude. Nicht zu vergessen ist hierbei: Wird der avisierte Kaufpreis erzielt, macht die Entwicklungsgesellschaft schon signifikante Gewinne.

 

Sarego_Immobilien_Crowdinvestin-Projekt_Schopenhauerstraße

 

Aus diesen Gründen glauben wir, dass dieses Projekt extrem gut für die Crowd geeignet ist. Aber die genaue Prüfung muss jeder Investor selber machen.

Im März diesen Jahres wurde Sarego von Max Sayn-Wittgenstein nach einer längeren Analyseperiode des Immobilien-Crowdinvesting Marktes gegründet. Die Plattform verfolgt das Ziel lukrative und transparente Immobilienprojekte zur Investition bereitszustellen. Darüber hinaus wird viel Wert darauf gelegt, den Anlegern über Blogartikel und Fachbeiträge Wissen und Analyse-Hilfen zu bieten. Insbesondere die Bankfinanzierung und die Baugenehmigung sollten bereits vorliegen, wie dies der Fall im aktuellen Projekt in der Herzgasse 63 in Wien der Fall ist. Erfahren Sie mehr zu diesem aktuellen Projekt:

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Tel. 0221 / 467 83 60